Informationen zum Thema Infraschall



Und das ist der aktuelle Stand der Forschung:
"Entgegen der allgemeinen Meinung ist das Hören von Infraschall (f < 16 Hz) möglich und führt zu individuell unterschiedlicher Belästigung. Die Mechanismen dieser auditorischen Wahrnehmung durch den Menschen sind aber bis heute weitgehend ungeklärt. "
aus: https://aefis.jimdo.com

Eine Übersicht findet sich hier:
"Professor Jerry L. Punch, Lehrstuhl für Audiologie und Sprachwissenschaften an der Michigan State University und Klinikleiter der Oyer Speech-Language-Hearing Clinic hat zusammen mit Richard R. James Studien der letzten 40 Jahre zum Thema Infraschall durch WEA und deren Folgen auf die menschliche Gesundheit analysiert."
aus: http://www.gegenwind-bad-orb.de/windkraft-fakten/gesundheitsgefahren/ärzteforum/

Damit fing eigentlich die Behandlung des Themas an:
http://www.windturbinesyndrome.com/img/German-final-6-8-10.pdf
Your Guide to Wind Turbine Syndrome:
http://docs.wind-watch.org/WTSguide.pdf

Frau N. Pierpoint "wind turbine syndrom" ist eine der ersten medizinisch basierten Beschreibungen der Infraschall-Gefahren von WKA. Es ist keine wissenschaftliche Studie, sondern nur eine Darstellung einiger Sachverhalte.
Nina Pierpoint ist eine belgische Ärztin, die während ihres Aufenthalts in USA seinerzeit Stress-Symptome ihrer Patienten gesehen hat, die mit der Nähe zu WKAs korrelierten. Sie hat in den folgenden Jahren weitere Ärzte unterrichtet und über Telefon-Interviews versucht, die Symptome von betroffenen Anwohnern genauer abzuklären.

"Macht der Infraschall von Windkraftanlagen krank?" https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article137970641/Macht-der-Infraschall-von-Windkraftanlagen-krank.html

www.windkraft-abstand.de/infraschall
daraus:
"Windkraftanlagen schädigen durch Lärm, Schattenwurf und Infraschall die Gesundheit. Unter Infraschall versteht man weitgehend unhörbare Luftschwingungen (Druckschwankungen) mit sehr tiefen Frequenzen unter 100 Hertz. Mehrere Studien belegen, dass starke Gesundheitsschäden zu erwarten sind, da der Bürger dem Infraschall hier permanent ausgesetzt ist. Infraschall kann u.a. zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Tinitus, Migräne, Schwindelgefühlen, Übelkeit, Beeinträchtigungen der Herzfrequenz, Reizbarkeit, Gedächtnisproblemen, Angstzuständen etc. führen."

Und diese Meldung dürfte für potenzielle Kläger gegen die Lärmbelastung durch WEA hilfreich sein. Es müsste auch Auswirkungen auf die investorenfreundliche Genehmigungspraxis und die Abstandsregelungen haben, die von der Politik immer noch in Absprache mit der Windenergiewirtschaft - völlig unzureichend - geregelt werden.

VDI-Nachrichten: Windkraft - Schallprognosen greifen zu kurz


Von Torsten Thomas | 19. August 2016 | Ausgabe 33

Störgeräusche von Windenergieanlagen sind ein Dauerbrenner. Für reichlich Diskussionsstoff sorgt Nordrhein-Westfalen. Dort stellt eine Feldmessung die bisherigen Prognosemodelle für die Schallausbreitung
infrage.
Die Schallausbreitung von Windenergieanlagen und deren Einfluss auf das Wohlbefinden der Anwohner sorgen immer wieder für Diskussionen über die Abstände zwischen den Windparks und der nächsten Wohnbebauung. Wenn der Schall bestehende Grenzwerte übersteigt, dann müssen wie bei allen Industrieanlagen lärmmindernde Maßnahmen her. Im Falle von Windenergieanlagen sind das zum Beispiel schalloptimierte Betriebsmodi – die gleichzeitig Erträge kosten. [...] Nur: Das Prognosemodell der DIN ISO 9613–2 für bodennahe Schallquellen wurde mit einer Höhe von maximal 30 m entwickelt. Tatsächlich erreichen moderne Anlagen bereits Nabenhöhen von 140 m. „Hier stellt sich die Frage, ob das Verfahren für die Berechnung der Schallprognosen noch das richtige ist“, sagt Thomas Myck, Fachgebietsleiter für Lärmminderung beim Umweltbundesamt (UBA), auf der Schwingungstagung des VDI im Juni dieses Jahres. [...]
weiter: http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Wirtschaft/Schallprognosen-greifen-zu-kurz

(aus: Wattenrat Ostfriesland mailto:Rundbrief@Wattenrat.de)