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Island und die 100%-Marke für erneuerbare Energien



Es ist richtig, dass Island 100% seines Bedarfs an elektrischer Energie aus regenerativen Energien erzeugt. Allerdings sind die geologischen Verhältnisse völlig anders. Vulkane, Erdwärme, Wasser, Wind - alles reichlich vorhanden. Da stellt sich die Frage, welchen Beitrag leistet dort die Windenergie. Und was kann der Schwarzwald daraus lernen?
Die isländische „National Energy Authority“, eine Einrichtung des Ministeriums für Energie und Innovation, publiziert jährlich Berichte zur Energieversorgung: http://www.nea.is/the-national- energy-authority/publications. Dort findet sich im Bericht von 2015 die folgende Tabelle:
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Zur Übersetzung:
Installed capacity in power plants = Installierte Kraftwerksleistung Hydro = Wasserkraftwerke
Geothermal = Erdwärmekraftwerke
Fuel = Ölkraftwerke
Wind = Windkraftwerke
Electricity production = Elektrizitätserzeugung

Der Beitrag der Windenergie liegt bei 0,1%, spielt also keine nennenswerte Rolle. Die erneuerbaren Energien funktionieren in Island so gut, weil Wasserkraft und Geothermie immer da sind, oder fachlich ausgedrückt Grundlastkraftwerke ermöglichen. Da gibt es kein Flaute mit Windgeschwindigkeit null und auch kein schlechtes Wetter, dass Photovoltaik unmöglich macht.

Einen lesenswerten Bericht zur Energiesituation von Island fand sich auch in der Wirtschaftswoche vom 15.Juni 2014. Island will die Wasserkraftnutzung massiv ausbauen und diesen Strom über Unterseestromkabel exportieren. Norwegen beliefert auf dies Art bereits an die Niederlande. (http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/investition-in-saubere-elektrizitaet-island-eine-insel- sucht-anschluss/10038136.html)
Auch hier im Schwarzwald soll es noch weitere Möglichkeiten der Nutzung von Wasserkraft geben.

Island? Ein Plädoyer für Wasserkraftnutzung.